Naturheilkunde
"Nicht der Arzt heilt die Krankheit, sondern der Körper heilt die Krankheit"
Hippokrates von Kòs
Akupunktur nach TCM
Die Akupunktur ist Teil der traditionell chinesischen Medizin (TCM), welche ein ganzheitliches und komplexes Medizinsystem darstellt. Sie wird seit mehr als 2.000 Jahren erfolgreich angewendet. Die TCM geht davon aus, dass die durch Leitbahnen (Meridiane) fließende Lebensenergie (Qi) einen wichtigen Einfluss auf alle Körperfunktionen hat.
Kann Qi nicht mehr ungestört durch die Meridianlaufbahnen im Körper fließen, kommt es zu einem Ungleichgewicht in den 5 Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Somit sind auch Yin und Yang nicht mehr im Gleichgewicht und man wird krank.
Ziel der Akupunktur ist die Harmonisierung der Elemente damit das Qi wieder ungehindert durch die Meridiane fließen kann und das Gleichgewicht von Yin und Yang wieder hergestellt wird.
Die Akupunkturbehandlung kann mittels Nadelakupunktur, Laserakupunktur und Moxibustion (Moxatherapie) durchgeführt werden.
Mögliche Anwendungsgebiete:
- Schmerztherapie bei Beschwerden des Bewegungsapparates
- Alle organischen Beschwerden
- Zur Unterstützung bei chronischen Erkrankungen
- Psychische Probleme
Homöopathie - „Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden“
Die Homöopathie wurde durch den Arzt Samuel Hahnemann (1755 bis 1843) eingeführt. Anders als sonst in der Schulmedizin üblich, werden Arzneistoffe ausgewählt, die die gleichen Symptome hervorrufen können wie die Krankheit selbst - so soll ein Fieber auslösendes Mittel das Fieber auch senken. Dem Körper wird sozusagen mit einem homöopathischen Mittel, welches die gleichen Krankheitssymptome auslöst wie die Krankheit selbst, ein Spiegel vorgehalten. Das regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an, gegen die Krankheitssymptome zu kämpfen und somit wird auch die urspüngliche Krankheit bekämpft. „Similia similibus curentur“ - „Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden“.
So wird das passende homöopathische Mittel gefunden:
- Nach einer genauen Anamneseerfassung mit Augenmerk auf prägnante Symptome, untypischem Krankheitsverlauf und Vorerkrankungen, wird anhand eines Repertoriums (homöopathisches Nachschlagewerk) genau dasjenige Mittel herausgesucht, das bei allen Symptombeschreibungen verzeichnet ist.
- Ab und zu kann es auch vorkommen, dass zwei Mittel gefunden werden. Um nun das passende auszuwählen und um zu überprüfen, dass das gewählte Mittel den Symptomen des Tierpatienten am ehesten entspricht, wird die ausführliche Mittelbeschreibung der Materia Medica zu Rate gezogen.
- Nach dem Repertorisieren des passenden Mittels wird die geeignete Potenz ermittelt. Hierbei wird zwischen akuten und chronischen Krankheiten sowie der aktuellen Verfassung des Tierpatienten unterschieden um die entsprechende Potenz auszuwählen.
Wichtige Info! Ab dem 28.01.2022 wurde das Tierarzneimittelgesetzt geändert. Es dürfen keine homöopathischen Mittel aus der Humanmedizin am Tier angewendet werden. Deshalb stehen uns Tiertherapeuten und Tierhaltern derzeit nur die homöopathischen Mittel zur Verfügung, die für Tiere zugelassen wurden oder vom Tierarzt umgewidmet wurden.
Phytotherapie - die Heilkraft der Pflanzen
Phytotherapie wird von einigen Tieren intuitiv angewandt. Hunde, Schimpansen und andere Tiere kauen bei Verdauungsstörungen Pflanzen, die sie sonst nicht fressen. Rotwild wälzt sich in Kräutern mit wundheilungsfördernden Eigenschaften, wenn es verletzt ist. Und Vögel polstern ihr Nest mit aromatischen Kräutern, die antimikrobiell und parasitenabweisend wirken, und können so mehr Junge aufziehen.
Heilpflanzen zur Heilung, Kräftigung und Erhaltung der Gesundheit wurden in Europa intensiv von Mönchen und Ordensfrauen verwendet. Fast jedes Kloster hatte seinen eigenen kleinen Kräutergarten. Blätter, Blüten, Stängel, Wurzeln und Früchte wurden zu Arzneimitteln verarbeitet.
Mögliche Anwendungsgebiete:
- Beschwerden am Bewegungsapparat wie Arthrose, Sehnenschäden, HD
- Unterstützung der Organe wie Herz, Leber, Lunge
- Beschwerden des Magen-Darm-Trakts wie Durchfall, Kotwasser, Erbrechen